Bitcoins, Ethereum, Ripple: Was Sie jetzt über Kryptowährungen wissen sollten.

Veröffentlicht am 20. Feb. 2018 | Lesedauer ca. 2 min

Es vergeht kein Tag, an dem nicht über digitale Währungen berichtet wird. Verantwortlich dafür war der raketenartige Wertanstieg der bekanntesten Währungseinheit Bitcoin, der in den letzten Monaten viele Begehrlichkeiten geweckt und für Goldgräberstimmung gesorgt hat. Zuletzt löste die Entwicklung jedoch mehr Verunsicherung und Skepsis aus. Allein seit Dezember 2017 ist der Kurs um über 60 Prozent gefallen. Der Kryptobörse BitGrail wurden Kryptoeinheiten im Wert von 140 Mio. Euro entwendet. Dies ist bereits der zweite Raub in nur wenigen Wochen, nach dem Raub von 430 Mio. Euro von der japanischen Kryptobörse Coincheck. Folglich ist der Wunsch nach Information und Aufklärung enorm. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

Warum gibt es Kryptowährungen?

Einen guten Einblick über die Entstehungsgeschichte bietet die Film-Dokumentation „Banking on Bitcoin“. Sie zeigt, was hinter dem Hype steckt und weshalb es heutzutage überhaupt digitale Währungen gibt. Im Kern sind sie eine Reaktion auf die Ursachen und Folgen der Finanzkrise im Jahr 2007. Das Ziel war, ein transparentes, schnelles und sicheres Zahlungssystem zu erschaffen, bei dem zwei Parteien (peer-to-peer) Transaktionen tätigen können, ohne Banken und Finanzdienstleister mit einbeziehen zu müssen. Es sollte ein liberales Zahlungssystem entstehen, bei dem die „Mittel“ digital und demokratisiert sind. Wer den Bitcoin erfunden hat, ist allerdings bis heute ein Mysterium (zum Gründungsdokument). Inzwischen sind zahlreiche Kryptowährungen dazugekommen und der Überblick fällt schwer.

Wozu dienen Kryptowährungen?

Was alle Kryptowährungen gemein haben, ist, dass Besitzer etwas dafür kaufen können. Der Unterschied liegt allerdings im „Was“ und in der Einschränkung, ob die Währung als Zahlungsmittel überhaupt akzeptiert wird. Der erste Kauf wurde angeblich 2010 getätigt. Damals sollen zwei Pizzen 10.000 Bitcoins gekostet haben. 2011 war ein Bitcoin noch 1 US-Dollar wert. Heute wären die 10.000 Bitcoins aus dem Pizzakauf ca. 88 Millionen Euro (Stand 12.02.2018) wert.

  • Bitcoins (BTC) sind als Alternative zu traditionellen Zahlungsmitteln entstanden. Bezahlen lässt sich mit ihnen fast alles, solange der Händler die Währung akzeptiert.
  • Ethereum (ETH) beispielsweise dient als Zahlungsmittel, um Software oder Lizenzen, die sich auf der Ethereum-Plattform befinden, zu kaufen oder zu verkaufen.
  • Ripple (XRP) hingegen, die Kryptowährung der Ripple-Plattform, wird unter anderem als Brückenwährung im Handel mit anderen Währungen genutzt.

Fakt ist: Kryptowährungen besitzen bis jetzt keinen inneren Wert wie bspw. Fiatgeld und sind folglich Spekulationsobjekte. Sie existieren nicht wie Bargeld haptisch und können auch nicht wie Papiergeld beliebig vermehrt werden. Sie werden nicht zentral von einer Bank herausgegeben und haben es vielleicht gerade deshalb innerhalb kürzester Zeit ganz oben auf die Agenda von Politik und Finanzwirtschaft geschafft.

Erleben wir die Neuauflage einer unkontrollierbaren Spekulationsblase?

Das chilenische Bruttoinlandsprodukt beträgt ca. 263 Mrd. USD (Stand 2017) und liegt somit sogar unter der Marktkapitalisierung der 3 größten Kryptowährungen*, die aktuell 270 Mrd. USD (Stand 12.02.2018) entspricht.

 

Jeder Hype birgt bekanntlich Chancen und Risiken. Im Falle von Kryptowährungen existieren gleich mehrere Unwägbarkeiten und Entwicklungen. Diskutiert werden unter anderem Kryptobörsen mit der Möglichkeit, Termingeschäfte abzuwickeln, die Besteuerung von Spekulationsgewinnen, Cyber-Security-Investitionen – und natürlich das große Thema: Regulierung. Israel etwa will künftig Unternehmen, die mit Bitcoins ihr Geld verdienen, den Zugang zur Börse verweigern. China geht einen Schritt weiter und sperrt den Zugang zu Kryptobörsen. Ganz anders Japan. Das Land fördert digitale Währungen und sieht darin die Zukunft des digitalen Währungstausches. Ob nun gefördert, verboten oder reguliert: Kryptowährungen sind definitiv ein spannendes Diskussionsthema.

Die News von traumhaften Wertsteigerungen, enormen Gewinnmargen und vermeintlicher Inflationssicherheit lassen viele Menschen vom schnellen Geld träumen. Vor dem Hintergrund der zwiegespaltenen Haltung von Wirtschaft und Politik gegenüber dem Krypto-Hype bleibt es abzuwarten, ob sich digitale Währungen tatsächlich langfristig als Zahlungsmittel durchsetzen werden. Die zugrundeliegende Technologie, Blockchain, wird sich sicherlich weiterentwickeln. Über deren vielfältige Einsatzmöglichkeiten erfahren Sie bald mehr.

(*coinmarket.de Stand 12.02.2018).

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