Neue Horizonte

Veröffentlicht am 20. Feb. 2018 | Lesedauer ca. 3 min

Algorithmen steuern unsere Autos und Börsengeschäfte und sagen unser Konsumverhalten voraus. Doch wie autonom bleibt der Mensch dabei? In Zeiten der Digitalisierung gewinnt das persönliche Gespräch an Bedeutung: Das Interview mit Marketingdirektor Jochen Werne zum Start des neuen Online-Magazins des Bankhauses August Lenz.

Wie hat sich das Verhalten von Bankkunden infolge der Digitalisierung verändert? Herr Werne, das neue Jahr ist immer noch jung – was machen Ihre Vorsätze?

Wenn Sie so etwas meinen wie ‚mehr Sport’ oder ‚weniger arbeiten’, muss ich passen. Aber neue Ziele, die habe ich schon. Und darauf freue ich mich sehr. Neben den spannenden geschäftlichen Herausforderungen geht seit dem 12. Februar auf einem der gefährlichsten Seewege des Planeten, der Drake-Strasse, unter Segeln zur Antarktis. Dabei geht es uns auch darum, die internationale Öffentlichkeit für die Erhaltung des einmaligen antarktischen Ökosystems zu sensibilisieren. Wir haben vor einigen Jahren als Segelteam eine NGO gegründet, um solche internationalen Expeditionen durchzuführen. 2016 führte uns dies an die arktische Packeisgrenze mit der offiziellen Unterstützung des norwegischen Königs und der kanadischen Regierung. Dieses Mal unterstützen – bis dato – offiziell 17 Nationen die historischen sowie gesellschafts- und umweltpolitischen Ziele der Expedition Antarctic Blanc. Die Antarktis ist der kälteste, windigste und trockenste Kontinent und ein Motor für das globale Klima – ungefähr 90 Prozent aller Süßwasservorkommen sind hier gebunden. Natürlich ist die Expedition für uns alle mit enormen physischen und psychischen Herausforderungen verbunden. Kap Hoorn ist für Segler eines der gefährlichsten Reviere der Welt! Was ich als Skipper dabei immer wieder feststelle: Der Mensch kann im Team Unglaubliches leisten und über sich hinauswachsen. Gemeinsame Ziele und Werte sind ein immenser Antrieb dafür. Dies hilft natürlich auch bei den täglichen Aufgaben hier bei Bankhaus August Lenz.

Also runter vom Boot, zurück in die Bank: Was braucht man eher, um gute Finanzdienstleistungen zu bieten: digitale Technik oder persönliche Beratung?

In Zeiten exponentieller Technologien ändern Menschen ihr Nutzungsverhalten enorm schnell. Das gilt auch für unsere Kunden. Wir müssen jeden Tag etwas dafür tun, technologisch vorne mit dabei zu sein. Doch das allein ist nicht genug. Ich bin fest davon überzeugt, dass Kommunikation immer etwas Persönliches ist. Auch die intelligenteste Technik ist letztlich nur ein Instrument. Was uns als Mensch ausmacht, sind unsere Träume, Wünsche – und Emotionen. Wir im Bankhaus August Lenz haben uns innerhalb weniger Jahre von einer komplett analogen Privatbank zu einem Innovationstreiber gewandelt. Und wir fahren gut damit. Eben weil wir den persönlichen Kontakt zu unseren Kunden nicht durch digitale Prozesse ersetzen, sondern gezielt unterstützen. Unsere Kunden können heute modernste digitale Services nutzen und sie wissen unseren Family Banker® immer an ihrer Seite. Er kennt ihre Sorgen und Ziele und berät sie, von Mensch zu Mensch. Face to Face. Im Rahmen einer Partnerschaft, die langfristig orientiert ist. Darauf kommt es an. Für beide Seiten. Ob als Bank oder als Mensch: Wer auf schnellen Gewinn aus ist, läuft Gefahr, die Dinge zu sehr zu vereinfachen und Wichtiges auszublenden. Die Welt neigt aber nun mal dazu, immer komplexer zu werden. Gut für uns. Und für unsere Kunden. Denn wir nehmen uns Zeit, blicken über die nüchternen Zahlen hinaus. Auch unser neues Online-Magazin wird diesem Kurs folgen. Wir wollen unsere Family Banker®, aber auch unsere Kunden begleiten und ihnen neue Blickwinkel eröffnen.

Was ändert sich 2018 für Banken und ihre Kunden – und wohin geht die Reise für die internationalen Finanzmärkte?

Die zweite europäische Finanzmarktrichtlinie (MiFID II) ist seit 3. Januar 2018 in Kraft. Da geht es um mehr Sicherheit und Transparenz. Die neuen Regelungen bedeuten mehr Aufwand in der Beratung, zum Beispiel hinsichtlich Aufzeichnungspflichten und Kundeninformation, schützen aber letztlich den Anleger. Der Hintergrund ist ein europäisch harmonisierter Rechtsrahmen. Auch bei der Besteuerung von Investments hat sich einiges geändert. Darüber hinaus finden sich unsere Family Banker® in einer Welt fast täglicher Bitcoin-Berichterstattungen und der Entstehung von über 1.400 sogenannter Kryptowährungen in kürzester Zeit völlig neuen Fragestellungen ihrer Kunden gegenüber. Ein Beispiel mehr, wie schnell der Wandel vor sich geht. Algorithmen begegnen uns heute in sämtlichen Lebens- und Arbeitsbereichen. Wir alle wollen wissen, wohin uns die digitale Revolution führt und was die Zukunft bringt. Nur hat niemand eine Glaskugel auf dem Tisch stehen, die ihm sagt, wie die Welt in fünf oder zehn Jahren aussieht. Aber wir können eines tun: Veränderungen sehr genau beobachten, um Entwicklungen zu verstehen. Und daraus Lösungen ableiten, immer wieder überprüfen und anpassen. Und das tun wir sehr intensiv und mit großer Leidenschaft. Rund um die Uhr. Wir stecken den Kurs für die Finanzen unserer Kunden. So, dass sie ihre Wünsche und Ziele auf bestem Wege erreichen. Bei jeder Wetterlage.

 



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