Zinseszinsen auf den Punkt gebracht

Veröffentlicht am 21. Mar. 2018 | Lesedauer ca. 1 min

Zinseszinsen sind Zinsen, die sowohl auf den Anfangsbetrag einer Einlage (oder den Nominalbetrag eines Darlehens) als auch auf alle bereits in früheren Perioden angefallenen Zinsen anfallen. Zinseszinsen sind somit „Zinsen auf Zinsen”, d. h. eine Anlage wird mit einem gewissen Zinssatz verzinst. Am Ende der Anlagedauer erhält der Anleger somit seinen Gewinn auf die Anfangsanlage. Wenn er diesen Gewinn nicht entnimmt, werden in der nächsten Anlageperiode sowohl der ursprüngliche Anlagebetrag als auch die bisher angefallenen Zinsen mitverzinst. Dadurch steigt der Wert der gesamten Anlage deutlich mehr als wenn die Zinsen entnommen würden. Der Zinseszins wird das Wachstum Ihrer Anlage beschleunigen, aber für das Ausmaß seines Effekts sind zwei wichtige Faktoren zu beachten – zum einen der Faktor Zeit und zum anderen die notwendige Wiederanlage der Zinserträge. Jede Änderung einer dieser Variablen wird unweigerlich das Ergebnis verändern.

Zinseszins am Beispiel des Schachspiels erklärt

Es gibt eine alte Geschichte über das Schachspiel – oder genauer gesagt das Schachbrett – die den Zinseszins und dessen Wirkung illustriert. Als der Erfinder des Schachs das Spiel dem Kaiser von Indien erklärte, war dieser so beeindruckt, dass er dem Erfinder sagte, er würde ihm jede Belohnung gewähren, die er sich nur wünschte. Der Erfinder antwortete: „Mein Wunsch ist bescheiden, Kaiser. Ich bitte um ein Reiskorn für das erste Feld des Brettes, um zwei Körner für das nächste, vier für das dritte, acht für das vierte – und so weiter für alle 64 Felder. Der Kaiser, erstaunt über so viel Bescheidenheit, gewährte dem Erfinder seinen Wunsch und befahl seinem Hofkämmerer, die Zahlung sofort zu leisten. Dieser erschien jedoch, nachdem er den geschuldeten Betrag berechnet hatte, blass vor Schreck vor dem Kaiser und teilte ihm mit, dass es unmöglich sei, die Zahlung zu erfüllen… Wie viel verlangte der Erfinder des Schachspiels?

Reiskörner pro Feld des Schachbretts

Das Ergebnis der Berechnungen verblüfft – und zeigt die sich auf lange Sicht entfaltende Wirkung des Zinseszinses sehr deutlich… Allein im letzten, dem 64. Feld des Schachbretts, kommt man auf 9.223.372.036.854.780.000 Reiskörner, eine Zahl, die rund 614.891,4 Millionen Tonnen entspricht. Rechnet man die Reiskörner für alle Quadrate auf dem Schachbrett zusammen, so ergeben sich 1,2 Milliarden Tonnen!

Hat sich Ihr Blick auf den Zinseszinseffekt nach dieser Lektüre vielleicht etwas verändert?



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