Kontaktlos zahlen

Veröffentlicht am 24. Feb. 2020 | Lesedauer ca. 4 min

Kontaktlos zahlen wird immer beliebter, hat es doch eine Reihe von Vorteilen. Dennoch sind viele Menschen beunruhigt, ob es diese Technologie Dieben nicht womöglich zu einfach machen könnte, an ihr hart erarbeitetes Geld zu kommen. Daher haben wir die wichtigsten Fakten zum kontaktlosen Zahlen für Sie zusammengefasst.

Bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten gibt es in Europa seit dem 12. und 13. Jahrhundert, seit dem 21. Jahrhundert sind auch kontaktlose Zahlungen möglich: In Großbritannien können Visa-Kunden seit 2007 die contactless-payment-Funktion nutzen. Bei uns in Deutschland ist sie erst seit 2017/18 auf dem Vormarsch.

Wie funktioniert das kontaktlose Zahlen?

NFC (Near Field Communication, deutsch: Nahfeldkommunikation) ist eine drahtlose Übertragungstechnik, die per elektromagnetischer Induktion über sehr kurze Distanzen funktioniert. Die Zahlung wird durch das elektromagnetische Feld eines Lesegerätes ausgelöst, das durch Induktion Strom in den Karten erzeugt. Diese Energie befähigt die Karten, ihre Daten an das Lesegerät zu senden und Infos auszutauschen. Im Klartext heißt das, dass Sie durch bloßes Auflegen der Karte auf das Kartenlesegerät bezahlen können. Beim Bankhaus August Lenz haben bereits alle Debitkarten NFC, bei den Kreditkarten alle, die ab April 2019 ausgegeben wurden.

 

Vorteile von kontaktlosem Zahlen

  • Zeitersparnis: Sie sparen an der Kasse Zeit – das Suchen nach Bargeld und das Warten auf Ihr Rückgeld entfällt. Zudem ist bis 25 Euro keine PIN-Eingabe erforderlich (maximal fünf Mal hintereinander).
  • Betrugsrisiko sinkt: Keine Angst mehr vor Falschgeld.

Sicherheit bei kontaktlosem Zahlen

Doch viele Menschen machen sich Sorgen, da in den Medien behauptet wird, das Auslesen von kontaktlosen Bankkarten aus maximal 3 Metern Entfernung sei per Smartphone mittels einer App möglich. „Das ist so nicht richtig“, erklärt Thomas Blaß, Abteilungsleiter Markt Innen von PLUSCARD, einem Dienstleister für Kreditkarten-Processing. „Um überhaupt eine kontaktlose Zahlung auslösen zu können, benötigt man ein zertifiziertes Zahlungsterminal in Verbindung zu einem Zahlungsdienstleister. Eine anonyme Abbuchung und Weiterverarbeitung der Transaktion ist damit nicht möglich. Betrüger sind also identifizierbar und somit auch zu belangen.“

Doch um überhaupt an Ihr Geld zu kommen, muss ein Betrüger erstmal wissen, wo Sie Ihre Karte tragen und nah genug an sie herankommen: Das Verfahren funktioniert nur über die sehr geringe Distanz von maximal 4 Zentimetern. Alles zwischen Karte und Lesegerät, egal ob Kleidung, eine Tasche oder ein Geldbeutel, verringert die Signalstärke des Chips auf der Karte erheblich. Das Metall von Münzen oder mehrere NFC-Karten machen eine Transaktion sogar nahezu unmöglich. „Außerdem ist ein Zahlungsterminal nicht permanent für Zahlungen empfangsbereit. Selbst wenn ein Zahlungsvorgang gestartet wurde, ist er nur für einen kurzen Moment aktiv. Es gibt also nur ein ganz enges Zeitfenster, um eine Transaktion auszulösen“, so Herr Blaß weiter.

Weitere Sicherheitsvorkehrungen:

  • maximal 25 Euro können pro Transaktion abgebucht werden, da für höhere Summen eine PIN-Eingabe erforderlich ist.
  • maximal fünf kontaktlose Zahlungen bis zu einer Höhe von 25 Euro sind hintereinander möglich, danach wird die PIN abgefragt.
  • Terminal blockiert und löst keinen Zahlungsvorgang aus, wenn sich mehrere Karten im Empfangsbereich befinden (z.B. in einem Portemonnaie).

Wie Sie sich noch besser schützen können

Wem das Obengenannte nicht sicher genug ist, der kann sich mittels spezieller RFID-Blocker-Hüllen oder -Karten (Anti-Skimming-Karten) zusätzlich schützen. Diese absorbieren die Energie des elektromagnetischen Feldes, das von den Lesegeräten ausgesendet wird. Damit kann kein Strom in Ihrer Debit- oder Kreditkarte induziert werden und die Kommunikation wird wirksam unterbunden. Batterien oder ähnliches sind dafür nicht notwendig.

Fazit

Kontaktloses zahlen spart Zeit und ist sehr sicher. Wenn Sie sich zusätzlich schützen möchten, erhalten Sie eine RFID-Blocker-Karte über Ihre Family Bankerin oder Ihren Family Banker®.

 



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