Rückblick Fachkonferenz „Zahlungsverkehr der Zukunft“

Veröffentlicht am 23. Mrz. 2020 | Lesedauer ca. 2 min

Um stets auf dem Laufenden zu sein, informieren wir uns über Trends und Möglichkeiten der Branche auf Tagungen und Fachkonferenzen. Die Fachkonferenz „Zahlungsverkehr der Zukunft“ widmete sich am 12. Februar nicht nur der Zukunft des Bargelds, sondern auch den Herausforderungen durch BigTechs und möglichen Lösungsansätzen.

Am 12. Februar 2020 konnte ich an der Fachkonferenz „Zahlungsverkehr der Zukunft“ in Köln teilnehmen. Bereits zum 8. Mal ging es darum, der Branche einen Überblick über aktuelle Entwicklungen zu geben. Spannend war für mich vor allem, welche Themen sich seit der letzten Veranstaltung vor einem Jahr weiterentwickelt haben und welche neu hinzugekommen sind.

Bargeld versus bargeldloses Zahlen

Zentrales Thema war dieses Jahr die Debatte um die Abschaffung des Bargelds. Tatsache ist, dass in Deutschland aktuell bargeldlose Zahlungen massiv steigen: So haben im Vergleich des jeweils ersten Halbjahres von 2018 und 2019 die Zahlungen mit Girokarte um 21,9% zugenommen. Obwohl die Kunden die Möglichkeit bargeldloser Zahlungen überall fordern, möchten weder sie noch der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (bitkom) das Bargeld abschaffen. Wie so oft liegt die Lösung in der Mitte: Wahlfreiheit ist gewünscht.

Das Problem dabei ist, dass die meisten Anbieter bargeldloser Zahlungsmöglichkeiten aus dem nicht-europäischen Ausland kommen. Damit stellen sich vor allem Fragen nach dem Datenschutz: Was passiert mit den Daten der Kunden? Und da Daten quasi das neue Öl sind – wieso diesen lukrativen Markt außereuropäischen Playern überlassen?

Jetzt drängen auch noch die sogenannten BigTechs (Apple, Microsoft, Amazon, Google und Facebook) als neue Wettbewerber auf den Markt. Norwegen macht vor, wie man die heimische Finanzinfrastruktur vor Wettbewerbern aus dem Ausland schützen kann: mit seiner nationalen Lösung namens VIPPS. Deutschland wird voraussichtlich Teil einer europäischen Lösung. Diese wird laut Deutscher Bundesbank bereits auf EU-Ebene diskutiert und forciert.

Künstliche Intelligenz als Betrugsschutz

Was bringt die Zukunft des Zahlungsverkehrs sonst noch? Wie das Fraunhofer Institut darlegte, den verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). Im Zahlungsverkehr geht es dabei aber nicht um Roboter, sondern vielmehr um Algorithmen und Systeme, die selbstständig dazulernen und so die frühzeitige Betrugserkennung verbessern. Das Fraunhofer Institut ist bereits so weit, dass nur noch in begründeten Einzelfällen durch Mitarbeiter nachgeprüft werden muss.

Genug Stoff also für angeregte Gespräche in der Mittagspause und auch nach den Vorträgen. Die Meinungen der Teilnehmer gingen dabei – wie häufig auf Konferenzen – weit auseinander. Die Bedeutung eines solchen fachlichen Austauschs kann ich allerdings nicht hoch genug schätzen, gibt sie doch zahlreiche Impulse für die eigene Arbeit.

Ausblick

Für mich war „Zahlungsverkehr der Zukunft“ eine sehr spannende Konferenz mit Kontroversen, aber auch viel Einigkeit. Sie machte deutlich, wie stark der Zahlungsverkehr im Wandel ist, und gab Ausblicke, was sich hier künftig tun könnte. Ich freue mich schon auf 2021.



WICHTIGE NUMMERN

Banking Center / Informationen zur Bank

+49 (0)800 70 170 70

Mo. - Fr. 08:00 h - 17:00 h Anruf aus Deutschland kostenlos. Aus dem Ausland ggf. kostenpflichtig: Es gelten die Preise Ihres Telefon-Vertragspartners.

Sperr-Notruf für Debitkarten und Kreditkarten

+49 116 116

Erreichbarkeit: 24h/7 Tage Anruf aus Deutschland kostenlos. Aus dem Ausland können die Gebühren abweichen.

Zentraler Sperrenannahmedienst für Kreditkarten

+49 (0)681 9376 4599

Erreichbarkeit: 24h/7 Tage Kostenpflichtig: Es gelten die Preise Ihres Telefon-Vertragspartners.

Geldautomatensuche.

Bitte geben Sie Postleitzahl, Ort oder eine komplette Adresse ein.

Schreiben Sie uns eine E-Mail.