Vorsorge für die ganze Familie

Veröffentlicht am 29. Mai. 2020 | Lesedauer ca. 5 min

Sind die Kinder erstmal da, nehmen sich die Eltern zurück. Doch das ist riskant: Fehlende Beitragsjahre durch Elternzeit oder Teilzeitarbeit wirken sich immens auf die eigenen Rentenansprüche aus. Und wer zu wenig für das Alter vorsorgt, läuft Gefahr, später in Altersarmut zu leben. Daher müssen das Sparen für die Zukunft des Nachwuchses und die eigene Vorsorge Hand in Hand gehen.

Unsere Tipps, wie Sie gut für sich und Ihre Familie (vor-)sorgen:

  1. 3-Konten-Modell

    Um gemeinsam planen und doch unabhängig sein zu können, eignet sich das 3-Konten-Modell: Von einem gemeinsamen Konto gehen alle gemeinschaftlichen Ausgaben für die Familie ab, wie beispielsweise Miete, Urlaub, Telefon, Kita-Gebühren oder der Fondsparplan für das Kind. Daneben behält jeder sein eigenes Konto. Alle Einkünfte gehen auf das Gemeinschaftskonto. Was am Ende des Monats übrig bleibt, wird gerecht geteilt und auf das jeweils eigene Konto überwiesen.

  2. Sparen für Ihr Kind

    Ein Fondssparplan in Investmentfonds ist eine gute Möglichkeit, um langfristig Vermögen für Ihr Kind aufzubauen. Bei einem Fonds kaufen Sie sehr viele verschiedene Wertpapiere im Paket, die eine große Diversifikation anbieten, wodurch das Risiko von Wertverlusten reduziert wird. Bei Bankhaus August Lenz ist dies schon ab 25 Euro im Monat umsetzbar.

    Sinnvoll kann es sein, einen festen Betrag, wie beispielsweise das Kindergeld, in einem thesaurierenden Fonds anzulegen. Thesaurierende Fonds schütten Gewinne nicht direkt aus, sondern behalten die Erträge ein und legen diese wieder an. Sie machen sich also den Zinseszinseffekt zu Nutze und erhöhen damit Ihre Rendite.

  3. Altersvorsorge auch in der Elternzeit

    Auch wenn Sie gerade vor allem an die Zukunft des Nachwuchses denken, darf Ihre eigene nicht auf der Strecke bleiben. Die wichtige Frage: Wie viel sollen Sie für die Rente beiseitelegen? Eine gute Orientierung bietet Ihnen die Faustregel von zehn Prozent des Bruttoeinkommens. Sinnvoll ist es, für die Altersvorsorge alle Möglichkeiten zu nutzen: Die gesetzliche Rentenversicherung, die betriebliche Altersvorsorge Ihres Arbeitgebers – sofern vorhanden – und die private Vorsorge über regelmäßiges Fondssparen.

    Dafür eignen sich sowohl die Basisrentenversicherung Europension Tax Benefit als auch die private Rentenversicherung Europension Benefit. Bei der Basisrentenversicherung Europension Tax Benefit sind jährliche Beiträge bis 22.541 Euro bei Ledigen und 45.082 Euro bei Verheirateten bzw. eingetragenen Lebenspartnern steuerlich absetzbar (Stand: Mai 2020), und am Ende der Ansparzeit wird eine lebenslange Rente ausbezahlt. Die Rate startet bei beiden Produkten ab 50 Euro monatlich.

  4. Anrechnung der Kindererziehungszeit für die Rentenversicherung

    Zum Glück berücksichtigt die gesetzliche Rentenversicherung den Zeitraum, in dem Sie Elterngeld beziehen, als Kindererziehungszeit. Insgesamt drei Erziehungsjahre werden anerkannt. Als Berechnungsgrundlage dient allerdings der Durchschnittsverdienst aller Versicherten. Sollten Sie mehr verdienen, entsteht Ihnen eine Lücke, da die Rentenanrechnung dies nicht berücksichtigt.

    Gehen beide Elternteile gleichzeitig in Elternzeit und zahlen beide in die gesetzliche Rentenversicherung ein, müssen sie der Rentenversicherung mitteilen, bei wem die Erziehungszeiten gutgeschrieben werden. Dazu haben sie nur wenig Zeit: zwei Monate ab Erhalt des Elterngelds.

  5. Teilzeit und Minijob, flexible Arbeitszeitmodelle

    Es ist wichtig, dass Sie und Ihr Partner Vereinbarungen treffen, wie Sie Kinderbetreuung und Job aufteilen möchten. Arbeitet ein Partner in Teilzeit, verdient er weniger und erhält im Alter weniger Rente. Viele nehmen nach der Elternzeit auch Minijobs an, weil sie nichts anderes finden oder der Partner als Hauptverdiener das Geld nach Hause bringt. Doch Achtung: Mit den geringen Löhnen wird es schwer, in die private Altersvorsorge zu investieren. Dauerhafte Minijobs ebnen den Weg in die Altersarmut.

    Eine Lösung kann ortsunabhängiges Arbeiten mit flexiblen Arbeitszeiten sein. Es erleichtert die Arbeitsteilung in der Familie, da so der Stundenumfang im Arbeitsvertrag erhöht werden kann.

  6. Finanzieller Ausgleich für die Kindererziehung

    Bei dem Partner, der sich nun um die Kindererziehung kümmert, muss die entstehende Rentenlücke unbedingt geschlossen werden. Gut geeignet ist ein Fondsparplan. Die Beiträge dazu sollten nicht vom eigenen Konto, sondern aus dem Familieneinkommen bezahlt werden (siehe 3-Konten-Modell). Der Vorteil des Fondssparplans liegt darin, dass regelmäßige Sparbeträge jederzeit flexibel angepasst oder bei Bedarf auch einmal ausgesetzt werden können.

  7. Folgen einer Trennung und Scheidung

    Auch wenn Sie gerade sehr glücklich sind, ist es wichtig, sich mit dem Scheitern der Beziehung auseinanderzusetzen. Vielen ist nicht klar, dass seit der Unterhaltsrechtsreform aus dem Jahr 2008 das Prinzip der Eigenverantwortung gilt: Es gibt seither kein generelles Recht auf Unterhalt vom Ex-Partner mehr. Verpflichtend ist lediglich der Kindesunterhalt. Der Gesetzgeber erwartet von Müttern mit Kindern den zügigen Wiedereinstieg in den Beruf. In Bezug auf die Möglichkeiten der Kinderbetreuung wägt das Gericht jeden Einzelfall ab.

    Der Versorgungsausgleich im Rahmen der Scheidung sorgt dafür, dass die Hälfte der während der Ehezeit gesetzlich erworbenen Rentenansprüche des Partners, der mehr gearbeitet hat, dem Rentenkonto des anderen gutgeschrieben werden. Aber das reicht im Alter nicht aus.

    Noch schlechter stehen unverheiratete Paare mit Kindern da: Sie haben weder Anspruch auf die Rente des Partners noch auf das erwirtschaftete Vermögen durch Zugewinnausgleich. Steigt einer der Partner wegen der Kinder aus dem Beruf aus, ist er in keiner Weise abgesichert. Wichtig ist ein Partnerschaftsvertrag. Darin regeln Sie, wie Sie jeweils bei einem Scheitern der Beziehung oder bei Tod des Partners versorgt werden.

 

Fazit

Vielen Paaren ist nicht bewusst, dass ihnen während der Elternzeit wertvolle Beitragsjahre für ihre Altersvorsorge verloren gehen. Wie viel man später als gesetzliche Rente bekommt, hängt nämlich davon ab, wie viel man im Job verdient. Ausfälle kürzen die Rente. Somit wirkt sich auch Teilzeitarbeit immens auf die eigenen Rentenansprüche aus. Daher ist es umso wichtiger, auch während der Elternzeit und der Jahre der Kinderbetreuung gut für die eigene Zukunft vorzusorgen. Ihre Family Bankerin, Ihr Family Banker® berät Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten.

 

Wichtige rechtliche Hinweise
Chancen und Risiken

Dieses Dokument dient Werbezwecken und gibt lediglich einen zusammenfassenden Überblick über einige Merkmale der genannten Investmentfonds/fondsgebundenen Lebensversicherungen. Die darin enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar und können eine individuelle Beratung nicht ersetzen.

Anlagen in Investmentfonds/fondsgebundene Lebensversicherungen sind für den Kunden sowohl mit Chancen als auch mit Risiken verbunden. Die Anteilswerte der Fonds können künftig steigen oder fallen. Ausschüttungen sind nicht garantiert. Aus diesen Gründen sind auch die Leistungen der fondsgebundenen Lebensversicherungen nicht garantiert. Das Kapitalanlagerisiko trägt der Kunde. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Bei fondsgebundenen Versicherungen ist insbesondere im Fall einer vorzeitigen Kündigung in den ersten Vertragsjahren der an den Kunden auszuzahlende Rückkaufwert aufgrund der einbehaltenen Abschluss- und Vertriebskosten oftmals geringer als die gezahlten Beiträge.

Ausführliche Informationen zu den Fonds und deren Chancen und Risiken sind den Wesentlichen Anlegerinformationen, dem Verkaufsprospekt und den letzten geprüften Jahres- und Halbjahresberichten der jeweiligen Investmentfonds sowie bei fondsgebundenen Lebensversicherungen den Allgemeinen und Ergänzenden Versicherungsbedingungen zu entnehmen, die jeweils allein verbindliche rechtliche Grundlage der jeweiligen Produkte sind. Diese Unterlagen sind in elektronischer (www.banklenz.de) oder gedruckter Form kostenlos bei der Bankhaus August Lenz & Co. AG erhältlich.

Etwaige steuerliche Angaben beziehen sich auf den Gesetzesstand zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments. Die steuerliche Behandlung hängt von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden ab und kann künftigen Änderungen unterworfen sein. Wir sind zur Steuerberatung nicht befugt. Wenden Sie sich ggf. an einen Steuerberater.

Die Investmentfonds/fondsgebundenen Lebensversicherungen dürfen nur in solchen Rechtsordnungen angeboten, verkauft/abgeschlossen oder vermittelt werden, in denen ein solches Angebot, ein solcher Kauf/Abschluss oder eine solche Vermittlung zulässig ist. Insbesondere dürfen sie weder in den USA noch an US-Staatsbürger oder für Rechnung von US-Staatsbürgern oder in den USA ansässigen US-Personen angeboten, mit diesen abgeschlossen oder an diese vermittelt werden.

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